Dentalfluorose-Behandlung

Schöne Zähne ohne Bohren? - Weiße Flecken ade!

Sie haben weiße Flecken auf den Zähnen trotz guter Mundhygiene, sodass der erste Blick im Spiegel auf Ihre Zähne wandert? Mit der Einführung der Infiltrationsmethode kostet der Zahnarztbesuch keine Überwindung mehr. Mit dieser Methode ist es möglich, weiße Flecken auf Front- oder Seitenzähnen unsichtbar zu machen – ganz ohne Bohren, Spritze und Schmerzen!

Wie entstehen weiße Flecken auf Zähnen?

Zähne können aus unterschiedlichen Gründen weiße Flecken aufweisen. Einerseits können die sog. White Spots während dem Tragen einer festen Zahnspange entstehen, da Brackets auf den Außenflächen der Zähne geklebt werden. Dadurch ist das Zähneputzen an diesen Stellen erschwert, sodass der Schmelz kleine kariöse Ränder um die geklebten Brackets entwickeln kann. Wenn die Zahnspange vom Kieferorthopäden dann abgenommen wird, werden diese weißen Läsionen sichtbar. Eine andere Ursache für fleckige Zähne ist die Dentalfluorose. Eine ausreichende Fluoridzufuhr ist wichtig, um Zähne vor Karies zu schützen (es ersetzt natürlich nicht das Zähneputzen). Wird zu viel Fluorid zugeführt wird, kann sich dieses schon vor dem Zahndurchbruch im Schmelz der bleibenden Zähne einlagern. Wenn der Zahnwechsel dann ansteht, brechen die neuen Zähne schon mit weißen Felcken durch, die ein Leben lang bestehen bleiben. Zähne mit Fluorose sind nicht schmerzempfindlicher, stellen für viele Patienten jedoch ein kosmetisches Problem dar.

Wie läuft die Behandlung ab?

Zunächst werden die betroffenen Zähne gereinigt, z.B. in Form einer professionellen Zahnreinigung. Im Anschluss wird ein Zahnfleischschutz aufgetragen und das betroffene Zahngebiet mit Watterollen trockengelegt. Dann werden die zu behandelnden Zähne angeätzt, abgespült und getrocknet. Dieser Vorgang wird unter Umständen wiederholt bis die Zahnoberfläche leicht angeraut ist. Somit kann in einem nächsten Schritt der Infiltrant in die vorbehandelte Oberfläche des Zahnes eindringen. Die Flüssigkeit wird nun lichtgehärtet und die Zähne zuletzt noch poliert.

Soll man lieber gar kein Fluorid verwenden?

Fluorid ist sehr wichtig, um Karies vorzubeugen. Gerade in kariesaktiven Gebissen darf darauf nicht verzichtet werden. Daher gilt: Fluorid – Unbedingt! Die Dosierung macht´s! Bei Kindern sollte mit dem Durchbruch der ersten Milchzähne 1x täglich mit einer fluoridhaltigen Kinderzahnpasta (500 ppm Fluorid) geputzt werden. Ab dem Grundschulalter können Kinder auf Junior- bzw. Erwachsenenzahnpasten umsteigen, die einen Fluoridgehalt von mindestens 1000 ppm enthalten. Im Haushalt sollte kein fluoridiertes Speisesalz zum Einsatz kommen, da die Gefahr einer Überfluoridierung besteht. Vom Arzt verschriebene Fluoridtabletten sind nicht notwendig. Wenn darauf verzichtet wird, sollten Sie darauf achten, dass trotzdem genügend Vitamin D ihrem Kind zur Verfügung steht. Vitamin D kann in Form von Ölen oder Tabletten zugeführt werden Ohne die richtige Putztechnik bringt jedoch die beste Zahnpasta nichts. Wir beraten Jung und Alt gerne bei der Auswahl der richtigen Zahnbürste und Zahnpasta. Vereinbaren Sie doch einmal einen Termin bei unseren Prophylaxehelferinnen!

Wir beraten Sie gerne zu diesem und anderen Themen ausführlich, denn Ihre Zahngesundheit liegt uns sehr am Herzen! Hier können Sie Kontakt zu uns aufnehmen. Wir freuen uns über Ihren Besuch in unserer Zahnarztpraxis in Karlsdorf-Neuthard, unweit von Bruchsal.

Der nachfolgende Link verweist Sie auf ein Video, in dem die Behandlungsschritte noch einmal erklärt werden: https://vimeo.com/80063442

Quellen

  • https://www.zwp-online.info/fachgebiete/prophylaxe/grundlagen/mikroinvasivitaet-durch-kariesinfiltration
  • http://www.dgzmk.de/uploads/tx_szdgzmkdocuments/20120313_Final_Leitl_Fluoridierung__Kurzversion_12.03.2012.pdf
  • https://www.bzaek.de/fileadmin/PDFs/pati/bzaekdgzmk/2_01_fluoridierung.pdf